Donnerstag, 29. November 2012

Ein Weihnachtsbaum für die Fensterbank

Einen eigenen Weihnachtsbaum habe ich nicht, da ich über Weihnachten ohnehin nicht zuhause bin. Aber ganz darauf verzichten möchte ich auch nicht. Für alle, denen es ähnlich geht oder die eine kleine Dekoidee suchen, habe ich hier das richtige.
Diese kleinen Tannenbäume passen auf jede Fensterbank oder schmücken die weihnachtliche Kaffeetafel. Man braucht nicht einmal eine Nähmaschine: Weil die Bäumchen eher klein sind, kann man die Stoffteile auch mit der Hand zusammennähen.

 Man benötigt:
Stoffreste
Nähgarn
Schere, Lineal, Bleistift, Papier
Stecknadeln
Rundholz (ca. 5mm Durchmesser)
Bastelwatte
einen kleinen Tontopf
Knete oder dieses Knetzeug, mit dem man Papier an Wänden/Tafeln befestigen kann
grüne Wollreste oder Moos oder Bastelmoos
wer mag nimmt Knöpfe, Bänder, Perlen zur Verzierung der Bäume

 Zuerst habe ich mir eine Schablone für den Baum zurechtgeschnitten. Die Größe davon hängt von der Größe des Tontopfes ab, den ihr wählt. Meine Tontöpfe sind sechs Zentimeter hoch, daher hat meine dreieckige Schablone eine Breite (unten) von 8cm und ist 11cm hoch. Wählt einen Stoff aus, nehmt in doppelt (die rechte Seite, also die schöne Stoffvorderseite der beiden Stoffstücke legt ihr dabei aufeinander) und befestigt die Schablone mit Stecknadeln.

Ich mache es immer so, dass ich zuerst mit einem weichen Bleistift oder einer Schneiderkreide die Umrisse der Schablone auf den Stoff übertrage und anschließend 1cm Nahtzugabe um den Schablonenumriss dazu zeichne. Die innere Linie ist die Nählinie - auf dieser werden die zwei Stoffteile zusammengenäht. Ihr näht also einmal runtherum an der Nählinie entlang, aber unten, sozusagen am Stamm des Tannenbaums lasst ihr in der Mitte etwa 3cm frei; diese werden also nicht zugenäht. Durch diese Öffnung wird der Baum dann gewendet. Mit einem spitzen Bleistift oder einem Essstäbchen könnt ihr von innen nochmal die Ecken ein wenig hervorarbeiten. Anschließend wird der Baum mit Bastelwatte gefüllt. Zunächst nur ein wenig oben in die Spitze hineingeben. Denn nun muss der Stamm noch zugeschnitten werden. Dieser muss so hoch sein, wie der Tontopf + das sichtbare Stück des Stammes (bei mir etwa 2,5cm) + die Höhe des Bäumchens. Mein Rundholzstück ist 18,5cm lang. Den Stock schiebt ihr nun in die Stoffteile hinein und stopft die Watte drumherum.
Jetzt kann die Wendeöffnung zugenäht werden. Es gibt einen Stich, den sogenannten Matratzenstich, bei dem man am Ende nicht sieht, dass diese Öffnung mit der hand vernäht wurde. Hier gibt es dazu ein anschauliches Videotutorial.
Nach dem Vernähen habe ich die Knöpfe an eines meiner Bäumchen genäht. Auch mit Perlen oder Bändern kann man arbeiten. Allerdings sollte man Bänder annähen, bevor man die Stoffteile zugeschnitten und vernäht hat.
Anschließend wird das Loch im Boden des Tontopfes mit Knete verschlossen. Darauf setzt ihr euren Stoffbaum. Den Stamm dann noch mit zusätzlicher Knete befestigen.
Zum Schluss habe ich etwas von der Bastelwatte in den Tontopf gelegt und darauf kleine grüne Fäden als Moosersatz um den Stamm gelegt. Stattdessen kann man auch echtes Moos oder Moos aus dem Modellbaubedarf verwenden. Jetzt braucht ihr nur noch einen schönen Platz für euer Weihnachtsbäumchen finden und fertig ist die Laube!
Der Materialeinsatz ist überschaubar und so ein Stoffweihnachtsbaum ist auch ein nettes kleines Geschenk. 



Gut ist auch, dass es keinen Ärger beim Aufstellen gibt (die Größe des Baums, die Farbe der Weihnachtskugeln, Lametta: ja oder nein,...). Wann wird bei euch der Weihnachtsbaum aufgestellt und was sind die alljährlichen Diskussionsthemen?

Ich wünsch euch Schönes,
Natalie

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