Mittwoch, 12. November 2014

Kürbisflammkuchen mit Lauch und Walnüssen

Dieses Rezept wollte ich schon vor einigen Tagen veröffentlichen. Die Bilder waren gemacht, das Rezept getippt, aber dann das Schreckliche: Was soll ich denn sonst noch schreiben? Mir fiel keine Geschichte ein. Ich habe keine Flammkuchengeschichte. Das Rezept einleitungslos posten? Kommt nicht in Frage. Also dachte ich und dachte und dachte. Nix. Ich esse gerne Knuspriges. Und? Nix. Hm. Kürbis? Spitze! Aber sonst? Keine Ahnung. Hat man wohl manchmal. Geht wieder vorbei. Hoffe ich zumindest.
Aber während ich hier sitze, die Teekanne auf dem Stövchen steht und ich Wollsocken trage, denke ich an meinen liebsten Sommerort: Kies knirscht unter den Füßen, man quetscht sich zu fremden Menschen auf eine Bank: der beste Biergarten, den ich mir vorstellen kann. Wenn ich dort die Käsespätzle nicht mehr sehen kann, was ungefähr zwei Mal pro Biergartensaison passiert und nur, wenn wir öfter als einmal pro Woche dort essen gehen (es ist halt so gut!), dann bestelle ich Flammkuchen. Unschaffbar groß ist er. Irgendwann fangen dann die Blätter der Kastanienbäume an, sich zu verfärben und man muss Angst haben, dass die Kastanien auf die Teller fallen. Dann werden die Tische und Bänke bald unter Planen verstaut und der Sommer macht Urlaub. Und der Flammkuchen? Der bitte nicht! Mit Kürbis, Lauch und Walnüssen wird ein prima Herbstschmaus daraus - und eine Geschichte.
Kürbisflamkuchen mit Lauch und Walnüssen einfaches Rezept Holunderweg18 Foodblog

Zutaten für ein Blech:
180g Mehl
80g lauwarmes Wasser
4g Salz
1 TL Trockenhefe

1 Stange Lauch
250-300g Hokkaidokürbis (ca. ein halber kleiner Kürbis)
100g Creme Fraiche
30g gehackte Walnusskerne
etwa 4 Äste Thymian
Salz, Pfeffer

Mehl und Trockenhefe in einer Rührschüssel vermengen. Salz und nach und nach das lauwarme Wasser hinzugeben. Zu einem geschmeidigen Hefetig verkneten. Falls der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl unterkneten. Die Schüssel mit einem trockenen, sauberen Geschirrtuch abdecken. Der Teig muss nun etwa eine Stunde gehen, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat.
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Kürbis aushöhlen und in Stücke oder dünne Spalten und den Lauch in Ringe schneiden. Den Teig auf der gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 100g Creme Fraiche auf dem Teig vertreichen. Das Gemüse und die Walnusskerne darauf verteilen und etwa 15 Minuten backen, bis der Teig knusprig ist.
Die Thymianblättchen von den Stängeln abzupfen, auf dem Flammkuchen verteilen und zum Schluss salzen und pfeffern.

Flammkuchen ist kein aufwendiges Gericht, nur das Gehen des Hefeteigs ist zeitintensiv. Man kann den Hefeteig aber zum Beispiel morgens vorbereiten und zum Gehen in den Kühlschrank stellen. So kann man sich nach Feierabend ein schnelles und leckeres Abendessen zubereiten.

Welche Flammkuchen mit Herbstgemüse kennt ihr oder könnt ihr euch vorstellen?

Ich wünsche euch Schönes
Natalie



Kommentare:

  1. Wie gut ich den Kampf mit der Einleitung kenne! Und trotzdem wird dein Post wie immer charmant und macht Appetit auf das Rezept, Und das Rezept selber hatte mich schon in der Überschrift: Kürbis, Walnuss, Creme fraiche und knusper Boden? Famos!!!!

    Liebe Grüße
    Sophia

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  2. Flammkuchen! Mit das beste, was der Ofen hergibt, finde ich! Hier gibts ihn immer ganz klassisch (Ok, so halb, bei zwei Vegetariern fällt der Speck dann halt weg) oder gerne auch mal mit Tomaten, Paprika und Zucchini. Auch schon gegessen und eher in die Kategorie Herbst einzuordnen: mit Brie, Birne und Walnüssen. Mit Kürbis habe ich es bis jetzt noch nie probiert, aber dein Rezept hat mich gefangen :)

    Alles Liebe
    Katrin

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  3. Umgesetzt ;-) Mit Rosmarin und Petersilie, weil ich den Thymian im dunklen Garten nicht gefunden habe und wegen der Uhrzeit mit fertigem Blätterteigboden... ergänzt mit Schafskäse - bin gespannt, wie er schmecken wird.

    Liebste Grüße, Claudia

    P.S. Bist du bei Instagram? Dort habe ich es gepostet

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  4. Lecker lecker lecker... das ist das perfekte November-Rezept! : )

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  5. Dieser Flammkuchen ist bestimmt wirklich total lecker. Ich mag noch Rote Beete mit Rosmarin und ein paar Schafskäse-Fitzeln.

    PS: Ich kenne das "Mir fällt nichts ein." Das geht wieder weg.
    viele Grüße
    Berit

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  6. Liebe Natalie,

    nichts ahnend suchte ich heute etwas im Internet (ich weiß gar nicht mehr was es war) und kam irgendwie durch Umwege auf deinen Blog... Es war sofort um mich geschehen!!! Ich sitze vor dem Kamin und lese alles, was ich bis jetzt von deinem wundervollen Blog verpasst habe! Am liebsten würde ich gleich alle Rezepte ausprobieren, es sieht soooo köstlich aus! Und die liebe zu Schweden teile ich auch :) Ich bin richtig froh dass ich deinen Blog gefunden habe :)

    Herzliche Grüße Carola

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